Motorsport XL Ausgabe:

http://www.motorsport-xl.de/kartsport/jvo/2002/19_05_02.htm

Challenger Serie
33 Starter zählte das Teilnehmerfeld in der Magdeburger Börde von Oschersleben. Das Zeittraining entschied Dennis Busch (Team Zinner) vor Phillipp Vossenberg (Team Hemkemeyer) für sich
. In Startreihe 2 standen Michael Rebhan (HRM Racing) und Alexander Möhring, gefolgt von Steffen Höber (Team Solgat) und Christopher Heike.

Busch hatte zwar beim Start zum ersten Lauf die Nase vorn, musste aber bereits in der zweiten Runde den Spitzenplatz an Vossenberg abtreten.
Hatte Kati Droste (Startplatz 12) in den ersten beiden Runden bereits 5 Plätze gut gemacht, machte von weit hinten ein weiterer Pilot auf sich aufmerksam. Jean-Louis Capliuk startete aus der 23. Position und zeigte neben einem excellenten Start auch eine abenteuerliche weitere Aufholjagd.
Auch Marc Busch (Team Zinner) fuhr sich nach und nach aus der 9. Position weiter nach Vorne. Zu Beginn der 13. Runde fuhr er sich an Rebhan vorbei in die 3. Position.
Phillipp Vossenberg, Dennis Busch und Marc
Busch zogen fortan ihre Kreise. Marc Busch erfuhr jedoch in der 14. Runde, was es bedeutet von einem Überraschungsangriff überrumpelt zu werden. Capliuk setzte zu einem unvermittelten Angriff an und war Dritter.
Während Vossenberg, Dennis Busch und Capliuk sich nun in ihren Plätzen gefunden hatten, liefen dahinter Michael Rebhan, Alexander Möhring, Kati Droste und Christopher Heike in den weiteren Positionen ein.
Die Rechnung war allerdings noch nicht geschrieben, als durch die technische Nachuntersuchung nicht weniger als 4 Piloten das Nachsehen hatten. Darunter fielen auch der Laufsieger Phillipp Vossenberg, Marc Busch und Kati Droste. Somit wurde der Zieleinlauf noch einmal gewaltig
neu aufgemischt. Dennis Busch, Capliuk, Rebhan, Möhring und Heike hießen die ersten 5 nach der Korrektur.

Für Christopher Heike war bereits der Beginn des zweiten Laufes alles andere als glücklich. Mit Beginn der Formationsrunde gab es schon Probleme und er musste dem Feld hinterher fahren. Nach 7 Runden lag er wieder im Bereich um Platz 10, ehe er Ausgangs der Schikane zwischen Infield und Aussenfield in einen Unfall verwickelt wurde und sich dabei überschlagen hatte. Nicht weniger als 8 Karts waren in dieser Massenkarambolage verwickelt. Das Rennen wurde abgebrochen und man muss dem Feld Respekt zollen, denn die Reaktion auf der Start-/Zielgeraden war hervorragend. Ohne einen weiteren Zwischenfall sammelte man sich bei der Flagge. Christopher Heike kam mit leichten Rippenprellungen davon und war bei der Siegerehrung auch schon wieder auf einem kleinen Roller unterwegs.
Der Restart und die verbliebenen 12 Runden wurde zum Rennen von Phillipp Vossenberg, der diesmal auch die Waage überstand und somit seinen Saisonsieg feiern durfte, gefolgt von Michael Rebhan, den Gebrüdern Dennis und Marc Busch und Mark Iden.

Bianca Leppert war nach ihrem Unfall in Ampfing schon wieder mit im Feld. Glücklicherweise hatte sie ihren Wadenbeinbruch rechtzeitig wieder auskurieren können. Mit einer gehörigen Portion Ehrgeiz saß die Pilotin wieder im Kart und konnte es gar nicht erwarten, wieder ins Volant zu greifen.